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Unkenruf im Gleisdreieck
Seebachs urbane WildnisAls 1900 im damals noch selbstständigen Seebach die Aufzüge- und Räderfabrik errichtet wurde, bedeutete dies einen markanten Schritt vom Dorf zum vorstädtischen Industriestandort. Heute fasziniert das Gelände um die von zahlreichen kleineren und grösseren Betrieben genutzte Fabrikhalle innerhalb der zunehmend verdichteten Stadtlandschaft durch seine stimmungsvolle Vielfalt an Restflächen und Kleinlebensräumen: blumenreiche Bahnböschungen, Plätze mit Schutt- und Schotterpflanzen, alte Obstbäume, Kleingärten, Teiche und Tümpel, feuchte Wiesen, verwilderte Gebüschgruppen und Brombeergestrüpp. Zwischen vorbeirasenden S-Bahnzügen hören wir den Wind im Schilf rauschen und - hoffentlich - die Gelbbauchunken rufen. Ein akustisch-natürlicher Abendspaziergang mit Stefan Hose, Fachstelle für Naturschutz Grün Stadt Zürich und dem Musiker und Klangarchitechten Andres Bosshard.