7Heizenholz
Do 11. Juni (Brachmonat); 19.00 Uhr
Treffpunkt:
Restaurant Grünwald
VBZ Geeringstrasse (Bus 46 und 89), dann 10 Min. zu Fuss oder weiter mit Bus 485 (Geeringstrasse ab 18:57)
Anmeldung erforderlich, da Platz beschränkt.
Tel. 043 222 42 30 oder online
Links zum Thema: «Zürich 1933–1945»
Eisenzeit und Anbauschlacht
Im Januar 1943 wurde auf dem Hönggerberg im Zeichen des «Wahlen-Plans» ein Stück Wald gerodet, um Kartoffeln, Futterrüben und Gerste anzupflanzen. Die Holzarbeiter fällten die Bäume zu zweit mit grossen Sägen, anschliessend wurden die Wurzelstöcke mit Motorwinden und Traktoren ausgerissen. Einige alte Eichen, die heute noch stehen, sind bei der Rodung, die in den 1950er-Jahren mit den nun gross gewachsenen Fichten wieder aufgeforstet wurde, verschont geblieben. Der neunzigjährige Jakob Heusser, auf dem Hönggerberg als Bauernsohn aufgewachsen und noch heute in der Waldwirtschaft tätig, berichtet als Zeitzeuge, der an der Rodung beteiligt war, von der Nutzung der Wälder während der letzten Jahrzehnte, begleitet vom Ökologen und Schriftsteller Stefan Ineichen, der auf einem Abendspaziergang auf weitere natur-historische Sehenswürdigkeiten hinweist: eisenzeitliche Grabhügel, C-Falter am Waldrand und einen in Höngg damals unbeliebten Treffpunkt der nationalsozialistischen Deutschen in Zürich während des Zweiten Weltkriegs.